Chladni–Klangfiguren

 

Was kann man tun?

Verteile etwas Sand auf eine der beiden Platten. Streiche mit einem Geigenbogen durch das Kolophonium, das auf dem senkrechten Ständer angebracht ist.
Wenn du nun mit dem Geigenbogen kräftig an der Platte entlang streichst – von oben bis ganz unten –
dann versetzt du die Platte in Schwingungen.
Der Bogen muss am Ende der Bewegung von der Platte weggenommen werden.
Es ist möglich, die Platte an verschiedenen Stellen zu streichen. Man kann auch mit einem Finger der anderen Hand die Platte beim Streichen berühren.

Chladni–Klangfiguren

 

Was sollte geschehen?

Der Sand bildet auf der Platte Muster.
Die Schwingungen der Metallplatte sind sowohl zu hören als auch durch die Klangfiguren im Sand zu sehen.
Verschiedene Töne ergeben verschiedene Figuren.

Dies ist auch davon abhängig …
… ob man die Platte an einer anderen Stelle berührt
… an welcher Stelle man streicht
… welche Platte man benutzt

 Chladni–Klangfiguren

 

Warum ist das so?

Die Klangfiguren entstehen dadurch, dass der Sand an bestimmten Stellen liegen bleibt und sich an anderen Stellen wegbewegt.
Wie in der Kundt’schen Röhre oder bei der großen Feder wird am Rand eine Welle erzeugt (hier durch den Geigenbogen). Diese wird an den Plattenrändern zurückgeworfen und es bildet sich eine stehende Welle.
Allerdings gibt es hier keine Knotenpunkte sondern Knotenlinien: Das sind die Stellen an denen der Sand liegen bleibt.
Dazwischen sind die Schwingungsbäuche: Hier wird der Sand wegbewegt.

Chladni–Klangfiguren

Chladni-Figuren auf einer Gitarrendecke, um ihr Resonanzverhalten sichtbar zu machen.