EKG

Was kann man tun?

Lege beide Hände auf die Kupferplatten. Die Hände sollen nicht angedrückt werden sondern nur durch ihr eigenes Gewicht entspannt auf den Platten liegen.
Beobachte das Bild auf dem Monitor.

Alternative:

Bewege (mit aufgelegten Händen) Deine Beine, dein Kopf, deine Finger und beobachte dabei das Bild auf dem Bildschirm.

EKG

 

Was sollte geschehen?

Das EKG-Gerät sollte einen gleichmäßigen Piepston (= Puls) abgeben und oben rechts eine gleichmäßige Herzfrequenz (= Herzschläge pro Minute) anzeigen. In diesem Fall wird eine regelmäßige Herzkurve (EKG) angezeigt.
Ändert sich der Wert ständig, dann liegen die Hände nicht entspannt genug auf den Kupferplatten.

Dies ist auch das Ergebnis des Alternativversuchs:
Das Piepsen ist unregelmäßig, die Kurve wird chaotisch.

EKG

 

Warum ist das so?

Die Herztätigkeit beruht auf elektrischen Vorgängen. Nerven leiten wie Kabel elektrische Impulse vom Gehirn zum Herzen, um es zum Schlagen anzuregen. Diese elektrischen Signale lassen sich durch das empfindliche EKG-Gerät messen und in ihrem Verlauf anzeigen.
Ein Herzschlag ist gar kein kurzer „Schlag“, sondern verbindet mehrere aufeinanderfolgende Muskeltätigkeiten des Herzens, die das Blut im Kreislauf halten: Ventile werden geöffnet und geschlossen und verschiedene Herzkammern nacheinander betätigt.
Dies sieht man in der Herzkurve.

EKG

Im Jahre 1901 benutzte Willem Einthoven eine Apparatur, mit der er die Herzströme aufzeichnen konnte. Allerdings mussten die Patienten damals Arme und Beine in eine Salzlösung tauchen. Wegen der besseren und empfindlicheren Geräte ist das heutzutage nicht mehr nötig. Mit dem EKG kann der Arzt Herzfehler erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen.
Willem Einthoven erhielt 1924 für die Entdeckung des Mechanismus des Elektrokardiogramms den Nobelpreis in Medizin.