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EXPERIMINTA öffnet am 21. Mai 2020 wieder – Keine Teilnahme am Kultur- und Freizeitticket der Stadt Frankfurt

Das EXPERIMINTA ScienceCenter ist ab Donnerstag, den 21. Mai 2020, wieder für Besucher geöffnet. Der Ausstellungsbetrieb wird zunächst mit verkürzten Öffnungszeiten starten. Das Science Center ist dann von Freitag bis Sonntag sowie an Feiertagen jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Hygienekonzept

Die Öffnung erfolgt anhand eines Hygienekonzepts, das entsprechend behördlicher Vorgaben entwickelt wurde. Die Maßnahmen umfassen unter anderem eine Begrenzung der Besucherzahl, eine Maskenpflicht für alle Besucher ab 6 Jahren sowie eine veränderte Besucherführung an Ein- und Ausgang. Die Besuchszeit ist zudem auf maximal 2 Stunden begrenzt. Tickets können wie gewohnt an der Kasse erworben werden. Die Besucher werden gebeten, möglichst bargeldlos zu bezahlen.

Besucher müssen zu jeder Zeit einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten. Daher werden die Anzahl der gleichzeitigen Personen, z.B. im Schattentheater oder im begehbaren Auge, begrenzt. Experimentierstationen, die aus hygienischer Sicht zurzeit bedenklich erscheinen, weil man z.B. mit dem Gesicht nah heran muss, oder die schwierig zu reinigen sind, werden gesperrt oder vorübergehend aus der Ausstellung entfernt. Für die verbleibenden Experimentierstationen werden die Reinigungsintervalle deutlich erhöht. Alle Griff-Flächen werden in festgelegten Intervallen sowie bei Bedarf mehrfach täglich desinfiziert.

Schließfächer stehen aus hygienischen Gründen bis auf weiteres nicht zur Verfügung. Die Besucher werden gebeten, Taschen nach Möglichkeit im Auto oder zu Hause zu lassen. Es wird jedoch die Möglichkeit geben, Taschen unbeaufsichtigt abzulegen.

Für die Besucher stehen Desinfektionsmittelspender zur Verfügung. Sie werden gebeten, sich vor dem Betreten des Hauses die Hände zu desinfizieren und diese auch während des Besuchs regelmäßig zu waschen. Die Mitarbeiter sind angewiesen, das ebenfalls zu tun.

Veranstaltungen wie z.B. Workshops, Kindergeburtstage, Science Shows oder Angebote am Flugsimulator finden bis auf weiteres nicht statt. Die Cafeteria bleibt bis auf weiteres geschlossen. Mitgebrachte Speisen und Getränke können bei Bedarf im Pausenraum verzehrt werden. Der Verzehr in den Ausstellungsräumen ist untersagt.

Zwei neue Experimentierstationen

Als Ausgleich für die entfernten Experimentierstationen warten  zwei komplett neue Stationen auf die Besucher: An der Jakobsleiter können sie Hochspannungsblitze erzeugen, die zwischen zwei senkrechten Elektroden entstehen und nach oben wandern. Die Plasmaröhre wird ebenfalls von zuckenden Blitzen durchzogen. Hier können die Besucherselbst Hand anlegen und versuchen, die Entladungen mit ihren Händen zu dirigieren.

Keine Teilnahme am Kultur- und Freizeitticket

Die Ticketpreise bleiben trotz der begrenzten Besuchszeit und des leicht verringerten Angebots unverändert. „Wir hatten in den vergangenen Wochen einen Einnahmenausfall in sechsstelliger Höhe während die meisten Kosten unverändert weiterliefen. Da es in unserer Branche auch keine Nachhol-Effekte gibt und wir nun deutlich höhere Kosten bei gleichzeitig begrenzten Besucherzahlen haben, müssen wir die Preise auf dem Niveau vor der Corona-bedingten Schließung lassen, um überleben zu können“, erläutert Geschäftsführerin Astrid Jaschek. „Die lange Schließzeit hat dazu geführt, dass wir den größten Teil unserer Rücklagen aufgebraucht haben. Daher haben wir uns auch dazu entschlossen, zunächst nicht am Kultur- und Freizeitticket der Stadt Frankfurt teilzunehmen.“ Das Kultur- und Freizeitticket („Kufti“) soll Kindern und Jugendlichen freien Eintritt in die nicht-städtischen Museen ermöglichen. „Da das Abrechnungsmodell der Stadt vorsieht, dass wir hier für mindestens einen Monat in Vorleistung gehen, ist das für uns derzeit nicht tragbar“, so Jaschek weiter.

„Grundsätzlich begrüßen wir natürlich die Idee, einer größeren Zahl von Kindern den Zugang in die Museen zu ermöglichen. Wir waren jedoch von Anfang an skeptisch gegenüber den Vorstellungen der Stadt, wie das erfolgen soll. Leider hat man uns aber zu keiner Zeit in die Vorbereitungen des ‚Kufti‘ mit einbezogen und das, obwohl wir sicherlich den größten Anteil an jugendlichen Besuchern unter allen Frankfurter Häusern haben. Mehrere Bitten um einen Gesprächstermin blieben seit Dezember 2019 unbeantwortet. Fragen und Bedenken, die wir in der einzigen Informationsveranstaltung für die betroffenen Häuser bereits im Dezember vergangenen Jahres äußerten, blieben offen. Die meisten Informationen erfuhren wir seit Beginn der Diskussionen um das ‚Kufti‘ nur aus der Presse und waren jedes Mal wieder überrascht, wie selbstverständlich unser Name dort genannte wurde, ohne dass das zuständige Kulturamt jemals mit uns gesprochen hatte. Das entspricht nicht unserer Vorstellung von einem professionellen Umgang mit potenziellen Partnern. Daher und insbesondere auch aufgrund der Einnahmenausfälle durch die Corona-Pandemie bleibt uns alles in allem keine Wahl als unsere Teilnahme am Kultur- und Freizeitticket vorerst abzusagen“, erläutert Jaschek die Beweggründe.

Damit ist nicht ausgeschlossen, dass das EXPERIMINTA ScienceCenter zu einem späteren Zeitpunkt noch Partner des „Kufti“ wird. Die Vertragsbedingungen müssen jedoch von Seiten der Stadt deutlich überarbeitet werden und auch die Kommunikation mit dem zuständigen Kulturamt muss aus Sicht der EXPERIMINTA-Verantwortlichen klar verbessert und partnerschaftlicher werden.

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