Experimentieren > Sprechen > Begreifen

Die EXPERIMINTA bietet in ihrer Dauerausstellung mehr als 130 frei zugängliche Experimentierstationen, die von Schulklassen, Familien und Freizeitgruppen intensiv genutzt werden. In dieser informellen Lernumgebung finden täglich spontan unzählige Interaktionen statt, die sowohl Impulse für die sprachliche als auch für die kognitive Entwicklung geben.

tl_files/bilder/mitmach-museum/sprachfoerderung1.JPGAls Mitmach-Museum strebt die EXPERIMINTA eine weitere interkulturelle Öffnung an. Hierfür möchte sie gezielt Kinder und Eltern aus eingewanderten Familien ansprechen.

Ziel des Projekts ist die Förderung von Deutsch als Zweitsprache und die interkulturelle Öffnung des Museums nach außen sichtbar zu machen.
Zielgruppe des Pilot-Projekts sind primär neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler aus Intensivklassen und deren Familien, d.h. Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 16 Jahren (ab Klasse 5), sogenannte Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger.

Das Pilotprojekt wurde vom AmkA und der Metzler-Stiftung gefördert und vom Aufnahme- und Beratungszentrum für Seiteneinsteiger am Staatlichen Schulamt Frankfurt unterstützt.

Die Projektergebnisse wurden an einem Fachtag am 16.11.2015 in der EXPERIMINTA präsentiert.

Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten arbeitet bereits mit mehreren Museen im Themenfeld interkulturelle Öffnung, Sprachförderung und Mehrsprachigkeit. Hier finden Sie die Handreichung des AmkA zum Thema "Sprachförderung im Museum am Beispiel der EXPERIMINTA".

Die Metzler-Stiftung fördert vorrangig Projekte zur ganzheitlichen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, hier besonders die elementaren Fähigkeiten Sehen, Hören, Sprechen und Lernen.

Mit Unterstützung der Erhard Kunert-Stiftung wird das Projekt ab 2016 fortgeführt.

Zum Pilotprojekt

Im Herbst 2014 begann die Pilotphase des Projekts. Im Schuljahr 2014/2015 nahmen 218 Jugendliche mit 54 Sprachen aus 12 Schulen mit 17 Intensivklassen teil. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EXPERIMINTA wurden Basiskompetenzen beim Hörverstehen und Sprechen für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) vermittelt, um bei den Entdeckertouren und Sprachworkshops angemessener auf Sprachanfänger eingehen zu können.
Ausgehend von der einführenden EXPERIMINTA-Broschüre „Die kleinen MINT-Forscher“, die auch in englischer Sprache zur Verfügung stand, wurden zunächst geeignete Basistexte zu 10 Experimentierstationen in leicht verständlicher Sprache entwickelt. Nach einigen Monaten lagen diese Basistexte in deutsch, englisch und fünf weiteren Sprachen vor, die von bilingualen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der EXPERIMINTA übersetzt wurden: Valentina-Alexandra Mohai (Rumänisch), Burcu Tevman (Türkisch), Georgi Iliev (Bulgarisch), Natalia-Lorena Jakobi (Spanisch) und Julian Schmidt (Französisch). In Arbeit sind Übersetzungen in weitere Sprachen.

tl_files/bilder/mitmach-museum/sprachfoerderung2.JPGEs wurden 3 Module vorgesehen:
Erstes Modul: ein halber Tag Besuch in der EXPERIMINTA mit Entdeckertour und Sprach-Workshop.
Zweites Modul: Vertiefung im Unterricht – teilweise mit Unterstützung durch Lehramtsstudierende aus Seminaren von Frau Dr. Wiedenmann.
Drittes Modul: Präsentation in der EXPERIMINTA - teilweise mit Unterstützung durch Studierende.
Hinzu kamen Anregungen zur Umsetzung der Förderideen für andere Frankfurter Museen und Willkommens-Tafeln im Eingangsbereich des Mitmach-Museums.

Die Arbeiten der Intensivklassen der Fürstenbergerschule in Frankfurt a.M. können dies beispielhaft verdeutlichen.

Hier sehen Sie ein erstes Beispiel von Frau Michalaki von einem Besuchsvormittag und ein zweites Beispiel mit Ergebnissen des Sprachworkshops mit Schülertexten zu kreativen Spiegelinstallationen der Intensivklasse von Frau Dr. Lang.

Der Projektverantwortliche war Norbert Christl, EXPERIMINTA.
Das AmkA wurde durch Marianne Spohner vertreten, unterstützt von Diplompädagogin Brigitte Loreth.
Projektleiterin des Vorhabens war Dr. Marianne Wiedenmann.