*1975 | Germany

Bereich: Technology

Studienabschlüsse Elektrotechnik, BWL und VWL; | Promotion in Elektrotechnik

Meine Arbeit: 

Präsidentin der Hochschule Hamm-Lippstadt

Kurze Tätigkeitsbeschreibung:

 

Als Professorin:
Studierenden die Zusammenhänge im Mobilfunk veranschaulichen, Simulationen und Berechnungen durchführen, um Mobilkommunikation zu verbessern, in Gremien mit anderen diskutieren, fachlich oder über die Weiterentwicklung der Hochschule

 

Als Präsidentin:
viele Meetings und Gespräche mit Kolleg’innen, Unternehmer’innen, Politiker’innen führen, um gemeinsam die Hochschule weiterzuentwickeln, sie in der Öffentlichkeit zu repräsentieren, Strategiepapiere entwickeln, Berichte schreiben

© HSHL/ Helen Sobiralski

Kira Kastell

"Wenn Sie überzeugt sind, dass Technik Ihr Thema ist, lassen Sie sich nicht von anderen von ihrem Weg abbringen."

Ihre Vision für »Frauen in MINT«

Ich freue mich, wenn mehr Frauen einen MINT-Beruf ergreifen, insbesondere im Bereich Technik, so wie ich es getan habe. Ich bin meinen Interessen und Neigungen gefolgt, auch wenn mir oft die Frage gestellt wurde, ob ich das als Frau so machen möchte. Es gibt in diesen Bereichen viele spannende Berufe, die alle davon profitieren, wenn unterschiedliche Menschen unterschiedliche Perspektiven einbringen. 

Und auch wenn es nicht so scheint, arbeiten Ingenieurinnen oft an Themen, die das Leben von Menschen verbessern oder unterstützen. Dazu durch Weiterentwicklung von Technik beizutragen macht besonders viel Spaß.
Hatten Sie als Kind eine klare Vorstellung davon, wie Ihre Zukunft aussehen sollte?

Nein, in der Mittelstufe wollte ich dann Astrophysik studieren und das Weltall erforschen. Auf Grund der Jobaussichten und der schlechten Aussichten der Förderung der Weltraumforschung haben ich mich dann im Abitur umgeschaut, welche anwendungsnahen Studienfächer meinen Interessen im Bereich Mathematik und Physik entsprechen. So bin ich auf Elektrotechnik gestoßen.

Die Entscheidung für mein Studienfach Elektrotechnik wurde durch einen sehr überzeugenden Professor in einer Informationsveranstaltung gefestigt, der mich ermutigte, gerade als Frau dieses Fach zu studieren. Einen konkreten Berufswunsch hatte ich da noch nicht, denn die Betätigungsmöglichkeiten als Elektroingenieurin sind sehr breit.

 

Im Studium reifte dann der Wunsch, Professorin zu werden und die notwendigen Kompetenzen weiter zu entwickeln und an junge Menschen weiterzugeben. Dazu haben mich meine (damals ausschließlich männlichen) Professoren inspiriert. Ins Hochschulmanagement bin ich schließlich darüber gekommen, dass ich mich im Senat der Hochschule engagiert habe und vom Hochschulpräsidenten gefragt wurde, ob ich mir eine Mitarbeit im Präsidium vorstellen kann.

Mein Interesse an der Wissenschaft, sowohl in der Forschung als auch in der Lehre wurde durch das Studium verstärkt. Ich war immer schon naturwissenschaftlich und dann auch technisch interessiert und fand es spannend, mir neue Themenbereiche zu erschließen. Diese spannenden Themen auch anderen zugänglich zu machen und für gute Bedingungen einzutreten hat mich dann in die Hochschulleitung gebracht.

Als Präsidentin einer Hochschule habe ich sehr vielfältige Aufgaben, von hochschulpolitischen Fragestellungen, hochschulinterner Strategieentwicklung mit Lehrenden, Mitarbeitenden und Studierenden bis zum Austausch über konkrete Fragestellungen des Hochschulalltags. Genau diese große Bandbreite und der Abwechslungsreichtum sind spannend und gleichzeitig herausfordernd. Leider habe ich als Präsidentin nicht mehr die Zeit, eigene Lehrveranstaltungen anzubieten und so regelmäßig direkten Kontakt zu Studierenden zu haben und so ihre Entwicklung zu begleiten.

Ich habe mir Ziele gesetzt und diese konsequent verfolgt, auch wenn das nicht immer auf direkten Weg möglich war, d. h. Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen waren wichtig, aber auch Interesse an den Menschen, mit denen ich gearbeitet habe. Zuhören können und offen sein für Argumente haben dabei geholfen.

© HSHL/ Marc Hidding

Wenn Sie sich für etwas interessieren, informieren Sie sich gut. Wenn Sie dann überzeugt sind, lassen Sie sich nicht von anderen von ihrem Weg abbringen und suchen Sie sich möglichst Verbündete, die Sie auch in schwierigen Phasen unterstützen.

© HSHL/ Helen Sobiralski

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