*1961 | India 

Bereich: Natural Sciences 

Meine Arbeit: 

Direktorin & Professorin für Psychiatrie am National Institute of Mental Health and Neurosciences, Bengaluru

Kurze Tätigkeitsbeschreibung:

Forschung zu Sucht, Ausbildungen im Bereich psychische Gesundheit, Menschenrechte und Geschichte

© NIMHANS

Pratima Murthy

"Wissenschaft und Forschung sind nicht nur spannend, sondern zielen letztlich auch darauf ab, die Dinge für uns und unsere Umwelt zu verbessern. Es ist ein großartiger Arbeitsbereich, und wenn man danach strebt, gut zu sein, kann man etwas bewirken.

Seien Sie leidenschaftlich, seien Sie selbstbewusst, arbeiten Sie hart, glauben Sie an sich selbst und an Ihre Möglichkeiten zu Veränderungen und einem Wandeln zum Besseren."

Hatten Sie als Kind eine klare Vorstellung davon, wie Ihre Zukunft aussehen sollte? Wie hat sich das entwickelt? Ist Ihre Vorstellung eingetreten?

Ich hatte das Privileg, eine Schule mit hervorragenden Lehrkräften zu besuchen, von denen viele auch in meinem späteren Berufsleben Vorbilder waren. Sie haben uns sehr ermutigt und uns immer motiviert, gute Leistungen zu erbringen. Ich habe sowohl in der Schule als auch bei außerschulischen Aktivitäten hart gearbeitet. Biologie und Chemie waren meine Lieblingsfächer. Allerdings hatte ich keine genaue Vorstellung von meiner Berufung und Zukunft, bis ich die Voruniversität Ausbildung erreichte. Zu der Zeit, als ich aufwuchs, waren die einzigen beiden Fachrichtungen, die als „würdig“ galten in der akademischen Welt, Ingenieurwesen oder Medizin.

Ich wollte in einem Pflegeberuf arbeiten, wusste aber, dass die Möglichkeiten damals begrenzt waren. Gute Noten in der Voruniversität verhalfen mir zu einem Platz an einer erstklassigen medizinischen Hochschule, und ich wurde die erste Ärztin in meiner Familie. Das gute Verhältnis, das ich zu meinen Patient*innen aufbauen konnte, und meine Neugier auf den Geist und das Gehirn führten dazu, dass ich die Psychiatrie als Fachgebiet in Betracht zog. Auch hier war die Möglichkeit, in einer renommierten Institution für psychische Gesundheit und Neurowissenschaften zu arbeiten und die ersten Monate dort zu genießen, ausschlaggebend für meine Entscheidung. Die Motivation und Inspiration von Lehrer*innen und Kolleg*innen sowie die Zufriedenheit bei der Arbeit mit Menschen mit psychiatrischen Störungen waren wichtige Faktoren für mein berufliches Weiterkommen.

Mein Interesse an der Inneren Medizin führte mich zur Suchtbehandlung und -forschung innerhalb der psychiatrischen Fachrichtung. Ich interessierte mich sowohl für genetische als auch für umweltbedingte Risiken für Sucht. Meine Forschung konzentrierte sich auf die Bewertung von Behandlungen und die Erforschung von Faktoren, die das Behandlungsergebnis verbesserten. Das Interesse an der Translationsforschung wurde angeregt durch die Beteiligung an der Verbesserung von Suchtbehandlungseinrichtungen und den Aufbau eines toxikologischen Labors zur objektiven Validierung des Substanzkonsums. Ein weiteres Forschungsinteresse galt der Ausweitung psychiatrischer und suchtmedizinischer Dienste für die Gemeinschaft sowie die Erweiterung der Ausbildung durch den Einsatz von Technologie.

Meine derzeitige Führungsposition gibt mir die Möglichkeit, Einzelpersonen und Teams zusammenzubringen, um Dienstleistungen auf der Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen auf nationaler Ebene zu verbessern. Es war spannend, junge Dozent*innen und Studierende zu betreuen und sie zu ermutigen, sich auf nationale Prioritäten in den Bereichen psychische Gesundheit und Suchtprävention zu konzentrieren. Es war auch spannend, Technologie zu nutzen, um die Bereitstellung von Dienstleistungen zu verbessern und zu sehen, wie sie die Unerreichten erreicht. Ich liebe es auch, Lehrerin zu sein und zu sehen, wie meine Studierenden wachsen und größere Fähigkeiten erwerben und sich an Innovationen für eine bessere psychische Gesundheit und Suchtversorgung beteiligen.

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Es hat mir geholfen, optimistisch und hoffnungsvoll zu sein, hart zu arbeiten, Chancen gut zu nutzen, leidenschaftlich bei meiner Arbeit zu sein und beharrlich in meinen Bestrebungen zu bleiben. Auch die Ermutigungen von nahestehenden Personen, Berufskolleg*innen und Mentor*innen waren auf meinem Weg sehr wichtig. Der Wunsch, selbst etwas zu verändern, ist auch eine starke Triebkraft.

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Hab Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten, habe hohe Ansprüche, denke aber auch an Alternativen. Entwickle Resilienz, pflege dein Unterstützungssystem und lerne, deine Prioritäten in verschiedenen Phasen deines Lebens zu setzen. Gib bei allem, was du tust, immer dein Bestes. Arbeite hart daran, die beste Version von dir selbst zu sein.

EXPERIMINTA