Kurze Historie der EXPERIMINTA

Die Geschichte des EXPERIMINTA ScienceCenters beginnt im Jahr 2006 mit der Bildung der Bürgerinitiative für ein „Zentrum für mathematisch-naturwissenschaftliche Kultur (ZMNK)“ durch 5 Gründungsmitglieder aus dem Bildungsbereich. Sie planten in Gesprächen mit dem Physikalischen Verein in Frankfurt am Main und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft sowie der IHK Frankfurt am Main, der Goethe-Universität, der Stadt Frankfurt, dem hessischen Kultusministerium und weiteren Institutionen und Stiftungen den Aufbau eines Science Centers.

Mit Unterstützung der Phänomenta in Flensburg und des Mathematikums in Gießen fand dann im November 2007 testweise eine temporäre Ausstellung mit dem Titel "Experimentiere!" in Frankfurt statt, zu der ca. 10.000 Besucher kamen. Der Erfolg dieser Ausstellung motivierte die Mitglieder der Initiative, einen Förderverein ins Leben zu rufen, um eine dauerhafte Einrichtung in Frankfurt am Main zu schaffen.

Gründung von ExperiMINTa e.V.

Die Gründung des gemeinnützigen Fördervereins ExperiMINTa Frankfurt am Main e. V. erfolgte im Frühjahr 2008. Gründungsvorsitzender war Norbert Christl, zu seinen Stellvertretern wurden Dr. Herbert Schnell und Dr. Ulrich Bosler gewählt. Das Amt des Schatzmeisters übernahm zunächst Peter Gress, der im Jahr 2009 von Nikolaus Wirth abgelöst wurde. Weitere 7 Personen aus dem Bildungsbereich bildeten die Gründungsmitglieder des Vereins. Der Vorstand und die Mitglieder arbeiteten ehrenamtlich. Intensiv wurde an einem Ausstellungskonzept gearbeitet, das bereits im Sommer von einer Arbeitsgruppe im Wesentlichen bestätigt wurde.

In den folgenden Jahren wurden Erkundungen bei vielen Science Centern und ähnlichen Einrichtungen eingeholt und Fördermittel akquiriert.

Nach schwieriger Standortsuche konnte das EXPERIMINTA ScienceCenter schließlich am 1. März 2011 in der Hamburger Allee in Frankfurt-Bockenheim seine dauerhafte Einrichtung eröffnen. Träger und Betreiber war der Förderverein ExperiMINTa. Ergänzt wurde das immer noch zum großen Teil ehrenamtlich tätige Team kurz vor der Eröffnung um einige hauptamtliche Kräfte sowie studentische Aushilfen.

Im Jahr 2012 stand die EXPERIMINTA aufgrund finanzieller Schwierigkeiten schon wieder vor dem Aus, konnte aber durch großen Einsatz des ehrenamtlichen Vorstands, der Mitarbeiter und vieler weiterer externer Förderer und Partner gerettet werden. In den Folgejahren etablierte sich das Haus mehr und mehr und wurde zu einem beliebten Ausflugsziel für Familien, Schulklassen und Kindergartengruppen.

Im Jahr 2017 kamen dann erstmals mehr als 100.000 Besucher innerhalb eines Jahres ins Haus. Eine Marke, die man seit der Eröffnung immer erreichen wollte. In den Jahren 2018 und 2019 wurde diese Zahl jeweils weiter gesteigert und erreichte schließlich fast 120.000 Besucher.

Gründung der EXPERIMINTA gGmbH

Im Laufe der Jahre nahmen mit den steigenden Besucherzahlen allerdings auch die Anforderungen an die Organisation des Betriebs deutlich zu. Das führte dazu, dass nach und nach immer mehr hauptamtliche Kräfte eingestellt wurden. Gleichzeitig kristallisierte sich heraus, dass der gewachsene Geschäftsbetrieb nicht mehr zu einer Vereinsstruktur passte. Aufgrund der gestiegenen Verantwortung und der Haftungsrisiken wurde es zunehmend schwieriger, neue Vorstandsmitglieder zu finden. Angesichts der Altersstruktur des Gründungsvorstands war dies aber dringend notwendig.

Im Jahr 2019 beschlossen die Mitglieder des Fördervereins daher die Gründung der EXPERIMINTA gGmbH. Die gGmbH wurde im September 2019 gegründet und übernahm dann zum 1. Februar 2020 den Betrieb des ScienceCenters mit allen Rechten und Verpflichtungen. Zur Geschäftsführerin wurde Astrid Jaschek bestellt, die bereits seit Eröffnung in leitender Position im Haus tätig war. Der Förderverein ExperiMINTa besteht weiter. Er ist der Gesellschafter der gGmbH und unterstützt die Geschäftsführung in den Bereichen Fundraising und Networking.

Im Corona-Jahr 2020 musste die EXPERIMINTA aufgrund behördlicher Anordnung zwischen März und Mai sowie im November und Dezember erstmals für insgesamt 19 Wochen schließen.