* 1989 | Deutschland
Bereich: Naturwissenschaft
Bachelor Physik (FU Berlin)
Master Physik (MLU Halle (Saale)
Promotion Physik (University of Oxford)
Meine Arbeit:
Forschungsgruppenleiterin Universität Freiburg und Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE)
Die MINT- Branche als ein Ort an dem Frauen selbstverständlich dazu gehören, ihre Beiträge gewürdigt und gefeiert werden, und sie frei von Diskriminierung forschen, entwickeln, erfinden, designen, und arbeiten können.
Als Kind habe ich mich für die Natur interessiert und war sehr neugierig, wie Dinge funktionieren und warum sie funktionieren. Daher fand ich in der Schule die naturwissenschaftlichen Fächer spannend und habe auch bei der Mathematik Olympiade mitgemacht. Eine klare Vorstellung, was das für meine Zukunft heißen könnte, hatte ich aber nicht. Mir hat es geholfen durch Veranstaltungen wie die Lange Nacht der Wissenschaft oder den Girls‘ Day erste Einblicke in verschiedene Bereiche zu bekommen.
Am Ende meiner Schulzeit war ich sehr unentschlossen welches Fach ich nach dem Abitur studieren möchte. Forstwissenschaften, Chemie, und Physik waren im Rennen. Meine örtliche Universität bot einen Wochenendkurs zur Studienwahl an der mir sehr geholfen hat. Nach intensiven Diskussionen über Stärken, Schwächen, und Interessen habe ich mich dann für die Physik entschieden.
Während meines Physikstudiums gab es eine Phase in der mir das Studium keinen Spaß mehr machte. Ich sah den Sinn nicht mehr so richtig. In den langen Sommerferien habe ich dann einen Kurs gemacht um Solarinstallateurin zu werden. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich fand das Thema erneuerbare Energien super motivierend. Endlich etwas wo ich den positiven Einfluss auf die Gesellschaft sehen konnte. Diese Motivation habe ich dann mit zurück ins Physikstudium genommen und mich auf die Physik der Solarzelle spezialisiert. Heute leite ich eine Forschungsgruppe, die neue Materialien für die Solarzellen der Zukunft erforscht.
Ich genieße die Vielfalt meiner Arbeit. In einem Moment lese ich wissenschaftliche Fachartikel, dann diskutiere ich im Labor wie wir am besten eine Maschine reparieren, und kurz darauf geht es im Gespräch mit Industriepartner*innen darum sich unsere Forschung praktisch in zukünftigen Produkten umsetzen lässt. Es bleibt immer spannend und ich arbeite mit vielen verschiedenen Menschen aus verschiedenen Fachgebieten und Ländern zusammen.
Offenheit und Neugier haben mir immer wieder geholfen mich auf Veränderungen einzulassen. Nicht nur um unerwartete Messergebnisse im Experiment zu verstehen, sondern auch um an neuen Orten und mit neuen Menschen schnell eine gute Zusammenarbeit zu finden.
Ich rate flexibel zu bleiben. Es ist super, wenn man verschiedene Sachen ausprobieren kann um herauszufinden welche Themen und Arbeitsweisen einem am meisten Spaß machen. Manchmal tauchen auch unerwartete Chancen auf. Flexibilität hilft diese dann schnell ergreifen zu können.
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