Professorin für Mathematik an der LMU München

Meine Arbeit:

Professorin für Mathematik an der LMU München

Kurze Tätigkeitsbeschreibung:

Forschung (oft in nationalen und internationalen Kooperationen), Hochschullehre und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der mathematischen Grundlagen von Künstlicher Intelligenz

Gitta Kutyniok

"Es ist sehr wichtig, einen Beruf zu ergreifen, für den man sich begeistert. Und hiervon sollte man sich nicht von Kritikern und Neidern abbringen lassen, sondern seinen eigenen Weg gehen, auch wenn er vielleicht manchmal ungewöhnlich ist.

Zudem sollte man offen sein für Möglichkeiten, die sich oftmals unvorhergesehenerweise auftun, denn gerade diese könnten einen sehr positiven Einfluss auf die Karriere haben. "

Ihre Vision für »Frauen in MINT«

Ich möchte allen, die sich für eine Karriere in der MINT-Branche interessieren, folgende drei Ratschläge mitgeben: 

  • Folgen Sie ihrem Herzen und arbeiten Sie an Themen, für die Sie sich wirklich begeistern.
  • Seien Sie offen für Chancen, da sich diese oftmals unerwartet ergeben,
  • Scheuen Sie sich nicht, Kolleginnen und Kollegen um Rat und Hilfe zu bitten.
Hatten Sie als Kind eine klare Vorstellung davon, wie Ihre Zukunft aussehen sollte? Wie hat sich das entwickelt? Ist Ihre Vorstellung eingetreten?

Ich habe mich schon immer für Mathematik begeistert, und wollte eigentlich Lehrerin werden. Dass ich letztendlich Hochschullehrerin (= Professorin) werde, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt.

Zu Beginn hatten sicher meine Eltern einen starken Einfluss. Beide Elternteile sind sehr an Mathematik interessiert und meine Mutter wie auch mein Großvater waren beide Lehrer. Danach waren meine Begeisterung für die Forschung in Mathematik und das akademische Umfeld zentrale Komponenten für meine Berufsentscheidung.

Mathematik ist eine sehr exakte Wissenschaft, und ich habe schon in der Schule sehr gerne an Mathematikaufgaben herumgeknobelt. Später habe ich mich dann der angewandten Mathematik zugewandt, da mir interdisziplinäre Kooperationen viel Spaß gemacht haben und ich zudem gleich die Bedeutung meiner Forschung sehen konnte.

 

Meine letztendliche Entscheidung, meine Forschung vor gut 12 Jahren in Richtung „Mathematische Grundlagen der Künstlichen Intelligenz“ auszurichten, war dann eine der besten Entscheidungen meines Lebens; und auch hierfür war der Grund vornehmlich meine Begeisterung für diese Thematik.

Das Forschungsgebiet der „Mathematischen Grundlagen der Künstlichen Intelligenz“ fasziniert mich jeden Tag aufs Neue. Es ist für mich ein Geschenk, hierin forschen und lehren zu dürfen. Auch jungen Menschen, die sich für die gleichen Thematiken interessierten, auf ihrem Weg zu helfen und sie auszubilden, ist eine wundervolle Aufgabe. Zudem bin ich sehr frei in den Entscheidungen, wie ich mich engagiere. Die „Freiheit von Forschung und Lehre“ ist in der Tat sogar im Grundgesetz verankert. Und München mit seinen beiden Exzellenzuniversitäten, der Universität München, an der ich tätig bin, wie auch der Technischen Universität München, bietet gerade im Bereich der Künstlichen Intelligenz ein perfektes Umfeld.

Eine wichtige Eigenschaft ist sicher meine Begeisterungsfähigkeit gepaart mit einer hohen Frustrationstoleranz, die mir auch über viele Probleme und Rückschläge hinweggeholfen haben. Zudem bin ich sehr hartnäckig und lass mich dann kaum von dem Weg zu einem meiner Ziele abbringen. Des Weiteren bin ich sehr kontaktfreudig, und habe mir hierdurch während meiner Karriere ein internationales Netzwerk aufgebaut, was sicher eine Komponente des späteren Erfolgs war.

Es ist sehr wichtig, einen Beruf zu ergreifen, für den man sich begeistert.
Und hiervon sollte man sich nicht von Kritikern und Neidern abbringen lassen, sondern seinen eigenen Weg gehen, auch wenn er vielleicht manchmal ungewöhnlich ist.

 

Zudem sollte man offen sein für Möglichkeiten, die sich oftmals unvorhergesehener Weise auftun, denn gerade diese könnten einen sehr positiven Einfluss auf die Karriere haben.

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