*1977 | United States of America 

Bereich: Natural Sciences 

B.S. Chemie, Ph.D. Neurobiologie und Verhalten 

Meine Arbeit:

Globale Direktorin echo-Netzwerk • wissenschaftliche Sondergesandte der Dänischen Akademie der Technischen Wissenschaften für Indien

Kurze Tätigkeitsbeschreibung:

Beratung bei der Integration von wissenschaftlichen Erkenntnissen in Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsplanungen weltweit

Shannon Olsson

"Wir müssen uns die Begabungen zu eigen machen, die nur wir in das Gespräch einbringen. "

Ihre Vision für »Frauen in MINT«

Meine Vision für Frauen in der MINT-Branche ist, dass wir nicht nur im Raum sind und mit am Tisch sitzen, sondern dass unsere Stimme genauso laut gehört wird wie die aller anderen. Und diese Stimme ist nicht nur die eines Experten, sondern die einer Frau. Die einzigartige Perspektive, die Frauen einbringen, ist entscheidend für die Schaffung von Wissen und die Verwirklichung von Innovationen.

Vielfalt und Gleichberechtigung sind für den Fortschritt unerlässlich.

Hatten Sie als Kind eine klare Vorstellung davon, wie Ihre Zukunft aussehen sollte?

Ich war vier, als mein Onkel starb. Da verstand ich zum ersten Mal, dass das Leben endlich ist, und fragte mich, wofür mein Leben bestimmt war. Damals gab ich meinem vierjährigen Ich das geheime Versprechen, mein Leben zu nutzen, um etwas zu tun, das der Welt auf irgendeine Weise hilft. Deshalb bin ich Wissenschaftlerin geworden.

 

Die Wissenschaft hilft uns, die Welt um uns herum zu verstehen, und dieses Wissen kann uns helfen, besser miteinander und mit unserem Planeten zu leben. Ich versuche immer noch, mein Versprechen einzulösen, das ich mit vier Jahren gegeben habe, und werde dies für den Rest meines Lebens tun.

Als ältester Sohn von 10 Kindern in einer armen ländlichen Familie hat mein Vater nie einen Hochschulabschluss gemacht. Aber er liebte es, zu lernen und sich selbst herauszufordern. Er war Marinenavigator, Ingenieur, Holzarbeiter und Pfarrer in verschiedenen Phasen seines Lebens. Mein Vater lehrte mich, dass man keine Erlaubnis braucht, um zu lernen, und dass es keinen vorgezeichneten Weg gibt, unabhängig von den Lebensumständen.

 

Wissen öffnet uns die Augen. Leidenschaft und Neugierde öffnen Türen. Harte Arbeit und Ausdauer lassen dich durch diese Türen gehen. Als mein Vater in seinen 70er Jahren war fragte ich ihn, was er werden wollte, wenn er groß war. Er sagte mir, er würde es mich wissen lassen, wann er dort angekommen sei.

 

Ich wuchs als College-Absolventin der ersten Generation in einer kleinen ländlichen Stadt in den USA auf. Meine Eltern erklärten mir selten Dinge, selbst wenn sie die Antworten wussten. Stattdessen gingen sie mit mir in die örtliche kostenlose Bibliothek. Diese Lektion aus meiner Kindheit hat mir geholfen, die Freude und Kraft zu erkennen, wenn man selbst etwas Neues lernt. Ich merkte bald, dass das Erlernen von etwas Neuem Fragen über etwas anderes anregte und völlig neue Ideen hervorbringen konnte. Es ist kein Wunder, dass ich Forscherin und überzeugte Verfechterin wurde für den freien Zugang zu Wissen und zu Vordenkern. Dies ist die Grundlage des Netzwerks, das ich heute leite.

Was mir an meiner Arbeit als Wissenschaftlerin am besten gefällt, ist das Privileg, jeden Tag etwas völlig Neues zu beobachten und zu lernen und dass dieses Neue die Möglichkeit bietet, einen positiven Unterschied in dieser Welt zu machen. Mehr noch, ich kann diese Entdeckung mit anderen teilen und mich an ihren Entdeckungen erfreuen. Es ist die Zugehörigkeit zu dieser Wissensgemeinschaft, die mich antreibt.

Die Fähigkeit, zuzuhören und zu versuchen, die Ideen anderer zu verstehen, der Mut, verletzlich zu sein und zu sagen „Ich verstehe es nicht“, und die Leidenschaft, meine Wissenschaft mit Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten zu teilen und ihre Geschichten zu erfahren, waren unermessliche Lektionen fürs Leben, die ich auch immer noch lerne.

„Lerne wo dein Platz ist“ ist oft eine abwertende Aussage. Ich will die Macht des Satzes zurückgewinnen. Junge Frauen sollten ihren Platz kennenlernen und ihren eigenen Wert erkennen. Unsere einzigartigen Erfahrungen und Standpunkte sind ein Gewinn für unsere Gemeinschaften und Arbeitsplätze. Wir müssen uns die Begabungen zu eigen machen, die nur wir in das Gespräch einbringen.

Kontaktmöglichkeit

Shannons Webseite

EXPERIMINTA