© Christoph Rau
Die Maschienenwelt von Rudolf Müller
Die Sonderausstellung „Kreativ verschraubt: Maschinen aus dem Metallbaukasten“ zeigt nicht nur faszinierende Konstruktionen und kreative Objekte, sondern erzählt auch die Geschichte eines Tüftlers, der seine Leidenschaft für Technik und Gestaltung auf kreative Weise zum Ausdruck bringt.
Rudolf Müller, Maschinenbauer aus Leidenschaft
Die ausgestellten Maschinen stammen von Rudolf Müller (1949–2024). Der gelernte Maurer und spätere Maurermeister arbeitete viele Jahre im Hochbau als Polier, Baustellen-r und Bauleiter. In seinem Berufsleben war er am Bau von Brücken, Wohn- und Geschäftshäusern sowie großen Logistikzentren beteiligt.
Nach seiner Pensionierung entdeckte er eine Leidenschaft aus seiner Kindheit neu: den Metallbaukasten. Bereits als Jugendlicher hatte er einen Märklin-Metallbaukasten besessen, der jahrzehntelang im Keller aufbewahrt wurde. Erst viele Jahre später griff er die alten Bauteile wieder auf und begann, daraus eigene Maschinen zu entwickeln.
Dabei entstanden keine Nachbauten nach Anleitung, sondern eigenständige Konstruktionen.
Mit handwerklichem Geschick und großer Begeisterung entwickelte Rudolf Müller bewegliche Maschinenmodelle, die Mechanik sichtbar und erlebbar machen.
Ab 2015 engagierte er sich bei den „Schrauberfreunden Taunus“ und tauschte sich regelmäßig mit anderen Metallbauschraubern aus Deutschland und Europa aus.
Seine Modelle präsentierte er unter anderem auf Veranstaltungen und Ausstellungen, wo sie Besucherinnen und Besucher immer wieder zum Staunen brachten.
Die Arbeiten der Ausstellung verbindet die Freude am Entdecken und Gestalten. Sie zeigen, dass technische Neugier, handwerkliches Können und kreatives Denken keine Gegensätze sind.
